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IFF-Präsident Tomas Eriksson: Die deutsche Mannschaft hat sich als ein großartiges Team erwiesen
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Unmittelbar vor dem Jahreswechsel sprach Unihockey-Portal.de mit dem Präsidenten des Unihockey Weltverbandes. IFF-Präsident Tomas Eriksson zog sein Fazit zur Herren-WM 2008 in Tschechien, äußerte sich zur weiteren Entwicklung des Unihockeysportes international und in Deutschland.
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 | | IFF-Präsident Tomas Eriksson (links) im Gespräch mit Unihockey-Portal.de Chefredakteur Mario Vordank | (mv) Nach der Herren-WM 2008 in Tschechien sprach Unihockey-Portal.de mit dem Präsident des Unihockey Weltverbandes (International Floorball Federation, IFF). Wir befragten Tomas Eriksson zu seinen Eindrücken bei der Weltmeisterschaft, wann Unihockey nun endlich olympisch wird und was er über den Unihockeysport in Deutschland denkt.
Hallo Herr Eriksson. Vielen Dank, dass Sie uns unmittelbar vor Ende des Kalenderjahres noch zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. Wir haben vor wenigen Tagen eine begeisternde Herren-Weltmeisterschaft in Tschechien erlebt. Was ist ihr persönliches Fazit?
Tomas Eriksson: "Die WM 2008 in Tschechien war die beste WM aller Zeiten. Nicht nur wegen der zahlreichen Zuschauer, auch nicht unbedingt wegen der zahlreichen TV-Übertragungen, sondern aufgrund eines gut und herzlich organisierten Events mit guten Bedingungen für Medienvertreter und Spieler und mit jeder Menge intensiven Vorbereitungen. Für die kommenden WM-Organisatoren wird es schwer sein, dieses Event zu übertreffen. Aus sportlichem Gesichtspunkt gab es zahlreiche gute Ergebnisse und viele Spiele mit Verlängerung, was bedeutet, dass die Entwicklung in der A- und B-Division sehr gut vorangeschritten ist."
Welche Relevanz könnte die Herren-WM 2008 für die weitere internationale Unihockey-Entwicklung haben?
Tomas Eriksson: "Die Weltmeisterschaft ist ein gutes und wichtiges 'Fenster', um unseren Sport zu präsentieren. Die bestens organisierte WM 2008 in Tschechien sollte ein gutes Vorbild für die weiteren WM-Organisatoren sein. Unter diesem Aspekt wird das Interesse der Zuschauer, der Medien, Partner und Sponsoren aber auch die Zahl der Spieler in ihren Nationen weiter wachsen. Mit steigender Aufmerksamkeit unseres Sportes werden in Zukunft alle Nationen profitieren."
Die IFF hat während der Herren-WM in Tschechien die erfreuliche Botschaft über die provisorische Anerkennung vom Internationalen Olympischen Kommittee (IOC) erhalten. Wann wird Unihockey nun olympisch und wie sehen die nächsten Schritte auf diesem Weg aus?
Tomas Eriksson: "Unihockey könnte 2020 oder 2024 bei Olympia dabei sein, aber zunächst steht die weitere Entwicklung der nationalen Verbände auf der Tagesordnung. Und bevor Unihockey olympisch wird, müssen wir den Zugang zu anderen Großevents finden, z.B. die Universiade (Weltsportspiele der Studenten), die Weltspiele (World Games) oder besser noch die Olympischen Spiele der Jugend (Youth Olympic Games)."
Deutschland gewann bei der WM 2008 in Tschechien die B-Divsion. Was sagen Sie dazu?
Tomas Eriksson: "Deutschland war bereits bei der WM 2006 in Schweden ziemlich gut, musste aber leider den Gang in die B-Division antreten. Bei der WM in Tschechien habe ich ein paar Spiele der Deutschen gesehen und die Mannschaft hat sich als ein großartiges Team erwiesen. Ich erwarte bis 2010, dass sich die deutsche Nationalmannschaft auf einer erhöhenden Spieleranzahl und einer immer besser werdenden Bundesliga weiterentwickelt."
Nun ist die deutsche Herren-Nationalmannschaft bereits für die WM 2010 in Finnland qualifiziert. Wo sehen Sie Deutschland in den kommenden Jahren?
Tomas Eriksson: "Ich bin zuversichtlich, dass Deutschland in Zukunft zu den Top 8 Nationen gehören kann. Doch dies wird nur funktionieren, wenn sich die Bundesliga qualitativ verbessert, für mehr Aufmerksamkeit sorgt, sich Unihockey in allen Bundesländern verbreitet und in Trainer und Ausbildung investiert wird."
Was wird die IFF für die Entwicklung des Unihockeysportes in Deutschland in den kommenden Jahren tun?
Tomas Eriksson: "Die IFF wird die weitere Entwicklung personell und mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Hersteller fördern. Hier soll vor allem die Kooperation mit dem DUB bei der Internationalen Sportmesse (ISPO) in München dazu beitragen, den Unihockeysport in Deutschland weiter aufzubauen. Wir sehen Deutschland als wichtigen Markt innerhalb Europas, auch aus dem Grund, dass hier viele bedeutende TV-Stationen, zahlreiche große Unternehmen aber auch viele Sportarten und sehr gute Ligen ansässig sind."
Wir danken Ihnen für dieses Gespräch, wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Kraft für die weitere Entwicklung des internationalen Unihockeysportes.
Tomas Eriksson: "Vielen Dank."
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| Kommentare zu dieser Meldung |
Jonas schrieb am 30.12.2008 um 15:20:
Vielleicht sollte man die Bundesliga wieder aufstocken, um mehr Attraktivität (für Zuschauer und Sponsoren) zu erlangen...
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climacool schrieb am 30.12.2008 um 18:47:
und wer soll sich da abschießen lassen? werne, neuwittenbeck, dresden? coole
idee
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Roofka schrieb am 30.12.2008 um 18:53:
Wenn die Diche der Mannschaften gegeben ist, wird dies zwangsweise passieren...
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Jonas schrieb am 30.12.2008 um 19:41:
Warum abschießen? Wenn zu denn mageren acht Teams noch 4 dazukommen, haben die erstens gegeneinander eine Chance und zweitens glaube ich, dass diese Teams gegen Mannschaften wie Döbeln, Chemnitz und Co. Möglichkeiten haben, zu punkten. Außerdem können sie sich bei vielen Spielen gegen stärkere Gegner besser entwickeln.
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Fabe schrieb am 30.12.2008 um 21:02:
Ich denke mir mit Grimma, Wenigerode und Neuwittenbek gibt es drei Teams, die das Potenzial hätten in der 1. Buli zu spielen. Das Problem ist nur, dass es immernoch zu wenig Teams gibt, die das Potenzial und auch die finanziellen Mittel haben um in der 1. Buli zu spielen. Ich denke mir fürs erste würde es viel bringen, wenn ein größerer Austausch der Ligen stattfände. Dieses wäre bsp. mit einem direktem Abstiegs- und Aufstiegsplatz zu realisieren. Aber man muss auch sagen, dass die 2. Liga mit ihrem momentanigen Modus sehr unattraktiv für Vereine aus der 1. Buli ist. Stellen wir uns bsp. vor, dass der ETV absteigt. So müssten dieser ein halbes Jahr in der Reginalliga Nordwest gegen teilweise sehr schwache Mannschaften spielen um dann erst in der 2. Liga zu spielen.
Ich denke es wäre wichtig die folgenden drei Schritte zu realisieren.
1. Eine Flächendeckende 2. Bundesliga, die nicht wild zusammengewürfelt wird. Dafür muss die Sportart aber noch bekannter werden, aufdass die Vereine über größere finanzielle Möglichkeiten verfügen. Diese Liga sollte dann auch auf 8 Vereine begrenzt werden.
2. Eine höhere Durchlässigkeit der Ligen fördern --> direkter Abstiegs/Aufstiegsplatz-
3. Aufstockung beider Ligen auf 10 Vereine. --> 12 usw.
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holger1 schrieb am 30.12.2008 um 22:12:
@Fabe: Grimma kann derzeit nicht mal in der 2. Buli oben mithalten, wie kommst du darauf, dass in der 1. was gehen könnte?
Generell bin ich aber auch dafür, dass die 1. Bundesliga wieder auf mind. 10 Mannschaften aufgestockt werden muss! Werne und Neuwittenbeck sollten wirklich das Potential dazu haben.
Prinzipiell sollte auch jede Mannschaft den Ehrgeiz haben, in der möglichst höchsten Liga zu spielen. Es macht keinen Sinn, wenn freiwillige Absteiger oder Aufstiegsverweigerer eine Liga tiefer fröhlich ihre Gegner wegballern.
Die 2. Buli kann nicht eingleisig funktionieren! Dazu ist Deutschland einfach zu groß. Die Kosten wären zu hoch. Auch im Mutterland Schweden ist die 1. Division dreigeteilt, weil der logistische Aufwand der Auswärtsspiele zu hoch wäre. Einzig die NLB in der Schweiz leistet sich den Luxus einer eingleisigen 2. Liga, das liebe Nachbarland ist aber auch kleiner.
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Knight schrieb am 31.12.2008 um 00:11:
@Fabe:
Ab kommenden Jahr wird es auch in "West"-Deutschland eine zweite Liga geben, was dem Spielniveau nur gut tun kann.
Ob man jetzt die Liga aufstockt, oder nur noch mit drei Teams spielt, ist doch im Endeffekt auch egal. Meiner Meinung nach wird sich die spielerische Qualität in den nächsten Jahren (quasi) von selbst erhöhen, wenn das Interesse am Unihockey in Deutschland zunimmt (spätestens mit der ersten Olympiade) und der DUB gute Arbeit leistet. Damit verbunden ist natürlich eine gute Arbeit der Vereine in eigener Sache (Trainerfortbildungen, Jugendarbeit u. Öffentllichkeitsarbeit).
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Jonas schrieb am 31.12.2008 um 13:31:
Für Zuschauer und Sponsoren ist es nicht egal, ob da nur drei Teams spielen. Es gibt Vereine lieber Knight, die betreiben diesen Sport schon länger und auch etwas ernster. Wenn man sich die 2. Bl. Ost anschaut, ist das eigentlich auch ein Witz. 7 Teams, 12 Saisonspiele + PlayOffs ist einfach zu wenig für Entwicklung und Attraktivität. Mich wunderts, dass sich so viele Vereine in den Regionalligen, vor allem im Osten (13) tümmeln. Die hätten in der 2. Bl. auchn nicht mehr Fahrtwege als in der Regio (OK, 2-3 Ausnahmen). Ist der DUB zu teuer und stellt zu viele Bedingungen an die Vereine?
Eine andere Frage. Steht die diesjährige 2. Bundesliga West schon?
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zov schrieb am 31.12.2008 um 15:12:
frag doch bitte die entsprechenden vereine, vor allem die, welche schon 2. BL Ost gespielt haben ... die antwort ist bei allen gleich - entweder kein spielfähiges team oder oder RL reicht ... an den DUB-Gebühren liegt es sicher nicht ...
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Jonas schrieb am 31.12.2008 um 16:34:
Und nun bitte die Beantwortung der zweiten Frage..
Teuer schon. Bsp.: Pro fehlenden Schiedsrichter 300 Euro Strafe...
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Roofka schrieb am 31.12.2008 um 17:13:
Jeder muss seinen Beitrag zu einen laufenden Spielbetrieb leisten...
@Jonas: Nicht nur fordern, sondern auch fördern!
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Jonas schrieb am 31.12.2008 um 17:17:
Naja, wird schon werden, mit dem Spielbetrieb...
Aber wie siehts nun aus mit der diesjährigen 2. Bundesliga West?
@Roofka: ähhh
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zov schrieb am 31.12.2008 um 17:25:
steht, es sind dieses jahr 5 teams, also fast so viele wie in der 2. liga ost ... ;) ... :-(
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Jonas schrieb am 31.12.2008 um 17:34:
Immerhin 5, wow.. Aber besser als nichts. Danke für die Antwort.
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Patrick30 schrieb am 31.12.2008 um 19:30:
Hört doch mal auf zu meckern, und versucht das beste draus zu machen, so dass die Entwicklung vorangeht und nicht stagniert! Wir haben es schliesslich jetzt geschafft wieder in die A-Gruppe zu kommen, also müssen wir unsere Kraft darauf konzentrieren das wir langfristig in der A-Gruppe bleiben! Der DUB wird schon das richtige machen, das auch die Bundesliga sich weiterentwickelt, auch wenn leider Weissenfels wieder Meister werden wird! Aber zum Beispiel in Leipzig und Wernigerode wird schon gute Arbeit geleistet, genauso wie in Bremen und Hamburg, auch wenn man das Ergebniss zum Beispiel in Hamburg erst in zwei bis drei Jahren sehen wird.
Also Jungs und Mädels, packen wir es an damit Unihockey Deutschland sich weiterentwickelt und die Qualität sich steigert!
Gesundes Neues Jahr allen Unihockeyfantasten!
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ibs schrieb am 01.01.2009 um 17:46:
@Patrick - wer meckert hier denn? Soweit ich lese, wurden hier lediglich die Fakten diskutiert?!
Von welcher A-Gruppe sprichst du?
Warum müssen wir unsere Kraft darauf konzentrieren?
Bei wem wird in Leipzig denn gute Arbeit geleistet?
Was wird man bei Hamburg in 2-3 Jahren sehen bzw. was wird da anders sein?
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Patrick30 schrieb am 02.01.2009 um 05:24:
@ibs: Rede von der A-Gruppe bei der nächsten Innebandy WM! Oder besser von der einzigen Innebandy WM! Ich meine das in Leipzig und Hamburg gute Nachwuchsarbeit geleistet wird und das man das Ergebniss in 2-3 jahren sehen, das das Leistungsniveau da noch mehr gesteigert wird!
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Fabe schrieb am 02.01.2009 um 05:47:
Ich glaube ibs wollte darauf anspielen, dass es ab der kommenden WM keine A- und B-Gruppe mehr geben wird, sondern eine goße WM, für die man sich qualifizieren muss. Aber von welchem der beiden leipziger Vereine du sprichs würde ich auch gerne wissen.
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| _Nächste Events_ |

 25.-29. August 2010 in Grimma/Deutschland
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 10.-12. September 2010 in Wernigerode/Deutschland
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 04.-11. Dezember 2010 in Finnland |
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