Zur Startseite von Unihockey-Portal.de
31.07.2010 - 10:41 Uhr
SUCHE IM UNIHOCKEY-WEB:     LESEZEICHEN SETZEN
  UNIHOCKEY COMMUNITY
»  Jetzt anmelden!
»  Passwort vergessen?
  UNIHOCKEY NEWS
 »  Aktuelle Neuigkeiten
 »  Bundesliga Herren
 »  Bundesliga Damen
 »  Nationalmannschaft Herren
 »  Nationalmannschaft Damen
 »  2. Bundesliga Herren
 »  Regionalliga
 »  Transfermarkt
 »  Equipment
 »  Unihockey Events
 »  Deutscher Unihockey Bund
 »  Landesverbände
  EFC 2010 Quali Women
 »  News
 »  Ergebnisse / Tabelle
 »  Liveticker
 »  Bilder / Videos
 »  Spielort
 »  Tickets
  UNIHOCKEY SAISON 2009/10
 »  1. Bundesliga Herren
     »  Ergebnisse | Tabellen
 »  1. Bundesliga Damen
     »  Ergebnisse | Tabellen
 »  2. Bundesliga Herren Ost
     »  Ergebnisse | Tabellen
 »  2. Bundesliga Herren Nord
     »  Ergebnisse | Tabellen
 »  Regionalliga Ost: St. A | St. B
 »  Regionalliga West
 »  Regionalliga Süd
 »  Regionalliga Nord
 »  Regionalliga Nord-Ost
 »  Regionalliga Nord-West
  DUB-POKAL 2009/10
 »  News
 »  Ergebnisse
  RUND UM UNIHOCKEY
 »  Wo Unihockey spielen?
 »  Unihockey Lexikon
 »  Unihockey Bildergalerien
 »  Unihockey Videos
 »  Unihockey Wallpaper
  UNIHOCKEY-PORTAL ARCHIV
 »  Vergangene Bundesligen
 »  Übersicht Liveticker
 »  Vergangene Spezial-Themen
Ausrüstung kauft man bei... Shop.Unihockey-Portal.de!
»  STARTSEITE  »  NEWS  »  EX-BUNDESTRAINERIN SILKE UNGER IM INTERVIEW: ICH BIN SEHR ENTTä...

» NATIONALMANNSCHAFT-DAMEN

Ex-Bundestrainerin Silke Unger im Interview: Ich bin sehr enttäuscht!

Ex-Bundestrainerin Silke Unger im Interview: Ich bin sehr enttäuscht! Ex-Bundestrainerin Silke Unger steht im Unihockey-Portal.de Interview zu folgenden Themen Rede und Antwort: Damen-Weltmeisterschaft 2009 in Schweden, Verabschiedung durch den Verband und die weitere sportliche Zukunft.

(mv) Unmittelbar nach der Damen-Weltmeisterschaft 2009 in Schweden wurden Bundestrainerin Silke Unger, Co-Trainerin Annina Wenger und Teammanagerin Katja Röhrs vom Floorball Verband Deutschland (FVD) aus ihrem Amt verabschiedet.

Seitdem sind einige Tage vergangen. Diese Zeit brauchte die Bundestrainerin auch, um ihr langjähriges Wirken für die Damen-Nationalmannschaft Revue passieren zu lassen. Jetzt gelang es Unihockey-Portal.de, ein Interview mit Silke Unger zu führen.

Hallo Silke. Kommen wir gleich zu den Fakten: Mit welchen Zielstellungen ist die Deutsche Damen-Nationalmannschaft zur WM nach Schweden gefahren?

Silke Unger in Aktion (hinten)
Silke Unger in Aktion (hinten)
Silke Unger: "Also unsere und die des gesamten Teams war eindeutig, der letzte B-Weltmeister im Floorball zu werden und damit die direkte Qualifikation für die nächste WM 2011 in der Schweiz zu erreichen. Dieses Ziel hat sich zuallererst das Team gesetzt, wir haben dies voll und ganz unterstützt, da es nun nach drei B-Weltmeisterschaften an der Zeit war, diese zu verlassen."

Das deutsche Team hat die Vorrunde als Gruppenerster abgeschlossen. Wie schätzt Du den Verlauf der Gruppenphase ein?

Silke Unger: "Das Ziel, als Gruppenerster in die K.O.-Runde einzuziehen hatten wir im Vorfeld klar definiert. Im Auftaktspiel gegen einen uns nicht bekannten Gegner Kanada haben wir einen guten Start in das Turnier gefunden. Leider konnten wir diese Form im zweiten Spiel gegen Estland nicht mehr ganz bestätigen und die zwei Treffer in förmlich letzter Sekunde haben uns doch wieder in alte Verhaltensmuster zurückkehren lassen. Danach war von unserer Seite sehr viel Aufbauarbeit nötig, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Befreiung ist uns im Spiel gegen Japan leider nicht gelungen.

Dann gab es das erste K.O.-Spiel für uns gegen Ungarn. Wir mussten gewinnen oder mindestens Unentschieden spielen, um weiter im Turnier zu bleiben. Hier muss ich der gesamten Mannschaft ein Kompliment machen, denn das was wir dort geleistet haben, das war schon sehr wichtig. Wir haben zwar kein überzeugendes Angriffsspiel zeigen können, aber jede Spielerin hat sich für jede aufgeopfert und wir haben als Team dieses Spiel gewinnen können."

Das Halbfinale verlor die deutsche Mannschaft gegen Australien knapp mit 1:2. Wie ist Deine Analyse zu diesem wichtigen Spiel?

Silke Unger: "Das Spiel gegen Ungarn hat nicht nur körperlich, sondern auch mental viel Kraft gefordert. Des weiteren ist auch die dünne Personaldecke hier zu nennen, wo eben viele Spielerinnen einfach auf ihren Positionen gesetzt sind, egal, wie gut oder wie schlecht sie spielen. So haben wir genau drei Center (wobei Sonja ja noch sehr jung für diese Position ist und diese von ihr noch nicht international gespielt wurde) in Schweden dabei gehabt. Dazu kommt noch einen Tag vor Abreise zur WM mit dem Ausfall von Allroundspielerin Katja Timmel der große Rückschlag. Ich möchte die Niederlage in diesem Spiel nicht an einer Spielerin festmachen, aber ein derartiger Ausfall ist nun einmal im deutschen Floorball nicht zu kompensieren.

Zum Spiel kann ich nur so viel sagen: wir waren nicht bereit, für den Sieg bedingungslos auf dem Feld zu arbeiten. Das was wir noch einen Tag vorher beeindruckend gezeigt haben, konnten wir nicht abrufen. Denn wer einen Rückstand von einem Tor in mehr als 40 Minuten nicht aufholen kann, der kann auch trotz Umstellungen auf zwei Reihen und Spiel mit sechs Feldspielern nichts gewinnen. Hinzu kam noch die wenig überzeugende Schiedsrichterleistung. Australien war körperlich sehr präsent auf dem Feld, auch dies haben wir in den Besprechungen vor dem Spiel mehrfach erwähnt. Davon haben sich viele beeindrucken lassen und wenig entgegenzusetzen - sicherlich auch ein Ausdruck des eher körperlosen Spiels in Deutschland."

Wie waren die Reaktionen der Spielerinnen bzw. des gesamten Teams nach der Niederlage gegen Australien?

Silke Unger: "Die Enttäuschung war bei allen sehr sehr groß - noch mit dem Slogan 'Gekommen um zu siegen - Aufstieg 2009' ins Turnier gestartet, dann das Aus. Jede Spielerin hatte ihre eigene Art, mit der ernüchternden Niederlage umzugehen. Viele Tränen sind an diesem Abend geflossen. Hier möchte ich den erfahrenen Spielerinnen ein ganz großes Kompliment machen. Sie haben die jungen Spielerinnen aufgefangen und motiviert, dann eben über die Qualifikation die WM 2010 in der Schweiz zu sichern."

Welche Bedeutung hatte der abschließende Sieg gegen Singapur und damit der dritte Platz der B-WM?

Silke Unger: "Eigentlich könnte man meinen, dass dieses Spiel völlig unwichtig ist, ob nun 13. oder 14. Fakt ist: wir müssen in die Qualifikation. Aber: Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir jedes Turnier mit einer Niederlage beendet. Für uns Trainer war dieser Sieg besonders wichtig, um mit einem positiven Ergebnis die WM abgeschlossen zu haben. Außerdem hatten wir noch gegen Singapur eine Rechnung offen, die wir damit begleichen konnten. Natürlich hätten wir lieber im Finale gewonnen und nicht im Spiel um Platz 3.

Das wir das Spiel nicht so dominant gestalten konnten lag auch an der Tatsache, dass seit Beginn der WM ein Virus in unserem Team herum ging und mittlerweile mehrere Spielerinnen angeschlagen waren und zum Teil sogar mit Fieber dieses Spiel bestritten haben. Für uns Trainer/Betreuer war der Sieg besonders wichtig, denn viele Zweifel nach der Niederlage im Halbfinale gab es auch bei uns."

Wie lautet Dein WM-Fazit - von Beginn der Vorbereitung bis zum letzten Spiel bei der WM 2009 in Schweden?

Silke Unger: "In diesem WM-Zyklus sind wir einen ganz anderen Weg gegangen. Wir haben weniger Trainingslager gemacht und dafür aber mehr internationale Spiele. Wir haben diesmal in den Trainingslagern und Freundschaftsspielen sehr viel Wert auf eine einheitliche Angriffsauslösung gelegt. Einen Höhepunkt hatten wir ja mit dem ersten Sieg gegen Polen seit sehr langer Zeit und damit verbunden auch den Turniersieg beim Nationen Cup 2009 in Wernigerode.

Auch konnten wir uns viel intensiver auf die Damen konzentrieren, da ja der Schnitt mit der U19 nach der WM in Polen gemacht wurde. Hier möchte ich noch einmal erwähnen, dass wir die U19 schon nach der Heim-WM 2006 in Naunhof/Leipzig abgeben wollten, aber der Verband uns aufgrund der Umstellungen im Zeitmodus (Damen im Dezember – U19 im Mai) und der damit schwierigen Trainersuche gebeten hatte, die U19 noch bis zur Polen-WM 2008 zu führen. Ein Vorteil natürlich insofern für uns, da wir die besten Spielerinnen aus der U19 für den erweiterten Kader der Damen aufbieten konnten.

Abschließend: Das Fazit der WM 2009 ist ganz einfach auf den Punkt gebracht - Ziel nicht erreicht."

Unmittelbar nach der WM verabschiedete der FVD den gesamten Trainer- und Betreuerstab, inklusive Deiner Person. Woraus resultiert diese Trennung?

Silke Unger: "Eigentlich wollte der Verband eine Woche nach der WM nur mit meiner Person ein Gespräch in Leipzig führen. Da wir aber eine Gespann aus drei Leuten sind/waren, haben wir den Verband gebeten, sich schon in Schweden mit uns zusammen zu setzen. Angefangen hat das Gespräch mit einer Einschätzung unserer Arbeit über die Jahre hinweg.

Dann hat Prof. Dr. Oliver Stoll (Präsident des FVD) das Wort ergriffen und davon gesprochen, dass wir der sechst stärkste Verband auf der Welt sind und wir in die A-Gruppe gehören. Danach haben wir erfahren, dass wir nicht mehr in die neu aufzubauenden Strukturen passen und ein erfahrener Trainer die Position einnehmen soll.

Auf meine Frage, wenn wir unser Ziel erreicht hätten, ob wir dann noch dabei wären, gab es ein eindeutiges Nein. Also hat die Trennung leider nichts mit sportlichen Dingen zu tun. Dies hätte ich voll und ganz verstanden. Wir sind und waren dem Verband (nicht allen Verbandsmitgliedern) aufgrund unserer Eigenständigkeit ein Dorn im Auge gewesen. Auch die Kommunikation zwischen uns und dem Verband kann ich im Nachhinein nicht als gut bezeichnen, wobei ich die Schuld hier auf beide Seiten verteilen möchte.

Allerdings ist es nicht immer leicht gewesen, an wichtige Informationen heran zu kommen und die Gleichberechtigung zwischen Damen und Herren in unseren Augen nicht immer vorhanden war. Mehrere Beispiele könnte ich hier anbringen."

Wie tief schmerzt der Abschied von der Nationalmannschaft nach jahrelanger intensiver Arbeit?

Silke Unger ist niedergeschlagen und sehr enttäuscht
Silke Unger ist niedergeschlagen und sehr enttäuscht
Silke Unger: "Es war und ist sicherlich kein Geheimnis, dass wir nach der WM unseren Platz räumen wollten. Die Art und Weise, wie dies nun geschehen ist, ist mehr als schmerzlich. Vom Verband sind wir alle enttäuscht."

Wusste die Mannschaft schon im Vorfeld der WM von der Verabschiedung bzw. wie hat die Mannschaft auf die Verabschiedung reagiert?

Silke Unger: "Wenn ich den Aussagen einiger Spielerinnen glauben darf, dann wussten bestimmte Leute im Norden schon zwei Monate vor der WM, wer den Posten übernimmt. Das ist natürlich wenig professionell in unseren Augen. Uns wirft der Verband vor, dass wir am Jahresanfang nicht das Gespräch gesucht haben über unsere Zukunft. Wir hatten ja nicht einmal einen schriftlichen Vertrag, der uns nach der WM 2007 in Dänemark versprochen wurde.

Die Mannschaft hat nach den Halbfinalspielen der A-Gruppe am Abend nach dem Abendessen erfahren, dass wir nicht mehr im Amt sind. Der Verband hat sich die Bekanntgabe sicherlich einfacher vorgestellt, aber das Team hatte viele Fragen und nur auf wenige Fragen konnte befriedigend geantwortet werden.

Wer sich die Jahresansprache vom Präsidenten durchgelesen hat, kann dort sicherlich die eine oder andere Aussage finden, welche die in Schweden geführte Diskussion widerspiegelt."

Wenn Du auf Deine Arbeit als Bundestrainerin zurückblickst, was waren die schönsten und was die schwierigsten Momente?

Silke Unger: "Es gab viele schöne und viele schwierige Situationen und Momente an die ich mich erinnere. Viele Erinnerungen sind in meinem Arbeitszimmer verewigt.Trotz vieler Nackenschläge möchte ich mich bei allen Spielerinnen, Physiotherapeuten und vor allem bei meinem Team um Katja Röhrs und Annina Wenger bedanken."

Wie geht es mit der Damen-Nationalmannschaft weiter? Hat man Dich in die zukünftigen Pläne des FVD eingeweiht?

Silke Unger: "Wir haben vom neuen Trainer auf der Internetseite der Verbandes erfahren. In die Zukunft hat man uns nicht eingeweiht. Neue Strukturen in Bezug auf Leistungstest, davon wurde gesprochen."

Du verfügst über eine jahrelange Erfahrung, sowohl als Spielerin aber auch als Trainerin. Plant der FVD in Zukunft an anderer Stelle mit Dir?

"Bis jetzt ist noch kein Verbandsfunktionär auf mich zugekommen und momentan möchte ich auch nicht für diesen Verband arbeiten."

Wie sieht die Karriere der Silke Unger - sowohl als Spielerin und als Trainerin - in Zukunft aus?

Silke Unger: "Das weiß ich selber nicht genau. Traurig ist eigentlich die Entwicklung im Damen-Floorball. Warum soll ich als Spielerin aufhören, wenn ich noch gut in der Liga mitspielen kann? Ich trainiere das ganze Jahr nicht und trotzdem kann ich in der höchsten Spielklasse in Deutschland mithalten. Solange dies ohne großen Aufwand möglich ist habe ich keinen Grund.

Ob ich als Trainerin noch einmal eine Aufgabe übernehme hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ralf Kühne hat ein großes Projekt gestartet und hier möchte ich ihn unterstützen, soweit ich dies kann. Aber natürlich schwindet die Motivation als Trainer, wenn sich keine Erfolge einstellen."

Wir danken Dir für dieses ausführliche und aufschlussreiche Interview und wünschen für die weitere Zukunft alles Gute.

Silke Unger: "Vielen Dank."


veröffentlicht am 11.01.2010   |   » Eigene News melden  
Anzeige
Jetzt bestellen!
Kommentare zu dieser Meldung
floorballloosereast schrieb am 11.01.2010 um 13:07:

Gute Frau! :)
Patrick30 schrieb am 11.01.2010 um 14:49:

Endlich mal eine, die mal das ausspricht was vielleicht viele denken! Weiss nicht ob unser Verband so professionell ist, wie man denkt!
Otto schrieb am 11.01.2010 um 15:37:

Frau mit vielen guten Eigenschaften. Danke an Silke, Katja und Annina!

"Es war und ist sicherlich kein Geheimnis, dass wir nach der WM unseren Platz räumen wollten." gibt sie zu. Dass der Verband dann ein neues Gespann suchen MUSS und sich nicht erpressen lassen kann ist ja wohl absolut selbstverständlich. "Auf meine Frage, wenn wir unser Ziel erreicht hätten, ob wir dann noch dabei wären, gab es ein eindeutiges Nein." ist dann ja wohl mehr als tief heuchlerisch und ein Hinweis auf eine ihrer ebenfalls vorhandenen Schwächen.

Fakt ist, Silke wollte nicht länger im Amt sein, der Verband musste handeln und hat gehandelt, dabei ein neues, sicherlich gutes Trainerteam gefunden. Gratulation an "Floorball Deutschland".
Den Verband (noch DUB) finde ich in diesem Zusammenhang erstaunlich professionell dafür dass alle ehrenamtlich neben ihren Jobs am Feierabend tätig sind.
sputnikschock schrieb am 11.01.2010 um 15:50:

Ja, dass nach der WM ein neuer Trainerstab her musste, war klar. Andererseits
haben sich die Verantwortlichen für Leistungssport beim Verband auch ziemlich
ungeschickt angestellt. Wenn ich einen alteingesessenen Trainer aufgrund von
schwachen Leistungen vorzeitig verabschieden möchte, gebe ich ihm doch nicht
Rückenwind indem ich im Vorfeld Mist baue. Na hoffentlich lernt man draus...
jo-master schrieb am 12.01.2010 um 08:59:

nur mal am rande:
wie geht es mit den deutschen damen jetzt weiter? gibt es neue sichtungslager?
oder bleibt die bisherige manschaft bestehen?
fragen, fragen, fragen. warum gibt es eigetlich keine ordentliche stellungname?
Otto schrieb am 12.01.2010 um 09:22:

@sputnikschock: jeder darf sich ungeschickt anstellen, wobei ich solch ein Verhalten in diesem Zusammenhang nicht beim Verband sehe. Der Vertrag lief mit der WM aus (also weder "aufgrund von schwachen Leistungen" noch "vorzeitig" verabschieden, das sind schlicht und einfach Lügen, die auch nicht wahrer werden wenn man sie tausend Mal wiederholt), danach wollte man sich mit Silke als Headcoach treffen, dieses Vorgehen ist absoluter Standard, finde ich gut und fair eingefädelt. Wenn dann aber Silke noch unbedingt während der laufenden WM diskutieren will wird es schwierig ...
Was im Vorfeld für Mist gebaut worden sein soll weiss ich nicht, aber dass nie alles 100% nach Plan läuft (wie auch im Millionengeschäft Fussball nicht) ist klar, was aber nicht instrumentalisiert werden sollte.

@jo-master: im Artikel zum neuen Trainerteam auf unihockey.de steht einiges drin, wenn auch noch nicht die komplette Planung bis 2011, aber z.B.
- Strukturarbeit durch enge Zusammenarbeit mit U19 und Vereinen
- viel Arbeit am offensiven Spiel und den konditionellen Fähigkeiten
- erste Präsentation im Februar 2011, was soviel heisst wie dass bis dort nicht wie zuletzt v.a. über Länderspielpraxis trainiert werden soll, sondern durch Trainingslager, etc.

Weitere Infos kommen sicher bald (so auch Details zur Sichtung), die Jungs sind seit Weihnachten im Amt und brauchen für die konkrete Planung vielleicht ein paar Tage mehr als Forumsposter für einen Kommentar. Bedenkt dabei auch, dass es im Damenbereich noch immer keine funktionierenden Förderstrukturen gibt, da sind wir bei den Männern schon einige Schritte weiter (Gute Anfänge in U15-U17-U19-Struktur). Das liegt nicht zuletzt daran, dass das alte Damen-Trainerteam sich meist abgeschottet und eigene Brötchen gebacken hat.

Das alles soll aber nicht die guten Entwicklungsschritte schmälern, die von dem ganzen Team durchaus erreicht wurden! Jetzt ist jetzt und jetzt geht es weiter.
sputnikschock schrieb am 12.01.2010 um 09:48:

Da, haste wohl Recht Otto ;)
freesoul schrieb am 12.01.2010 um 17:32:

da musste wohl am ende noch einmal sinnlos luft abgelassen werden, was für alle die wirklich hart an sich arbeiten um voran zu kommen im damenbereich wie ein schlag ins gesicht, dass frau unger ja nichts machen muss das ganze jahr und trotzdem mitspielen kann..
traurig.
P-62 schrieb am 13.01.2010 um 05:05:

Stimme "freesoul" voll zu. Solch eine taktlose Aussage sollte nicht von eine ehemaligen Bundestranerin kommen. Denn gerade sie sollte wissen wie hart jeder der Damen an sich arbeitet. Ich würde mir als Damenbundesliga-Trainer aufgrund dieser Aussage überlegen, ob ich sie in die Mannschaft aufnehme, da ich dieses Verhalten unsportlich und unfair dem Rest der Mannschaft gegenüber finde.
Jonny schrieb am 13.01.2010 um 08:20:

Das ganze zeigt eigentlich nur eines: es läuft irgendwas was schief im Verband, der ja möglichst professionell sein möchte. Wie kann denn ein Präsident in einer Art Neujahrsansprache die Arbeit seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter als "akzeptabel" bezeichnen? Das ist doch wohl ein Schlag in die Fresse. Und zum Höhepunkt wird vom Präsidenten ein Konflikt nach aussen getragen. Und das nicht zum ersten mal.
huppu_ei_heilu schrieb am 13.01.2010 um 09:14:

Hey Jonny, das gehört doch grad garnicht hier her!
gQuixX schrieb am 13.01.2010 um 10:40:

Ehm warum nicht? Wo soll es sonst hin wenn es schon vom Presidenten so ausgedrückt wird?
Otto schrieb am 13.01.2010 um 13:40:

was ist nun eigentlich das Thema hier unter diesem Artikel? es gibt übrigens auch noch das floorballforum.de mit freier Themenwahl.

Der Präsi hat nicht die Arbeit oder die Leistung als akzeptabel bezeichnet, sondern dass "die wachsenden Ansprüche akzeptabel erfüllt" werden, also die Ergebnisse im Verhältnis zu den Wünschen - wie gross wär hier das Geschrei gewesen, wenn er geschrieben hätte "zu meiner vollen Zufriedenheit" oder ähnliches?
Übrigens wurden zu Weihnachten 2009 zum ersten Mal per Post Weihnachts-/Dankkarten an die Mitarbeiter des DUB verschickt. Fand ich eine schöne Anerkennung!
Wenn Leute wie Jonny mit dem Kopf gegen die Wand rennen, kann sich das natürlich so anfühlen wie ein "Schlag in die Fresse", hat aber doch wenig mit der Realität zu tun.

selbstverständlich soll der Verband möglichst professionell sein wollen und sich nach aussen auch so darstellen, dass noch Luft nach oben ist (auch im Dankesagen), ist jedem bekannt und auch für (wohl) jeden nachvollziehbar...
Otto schrieb am 13.01.2010 um 13:44:

@p-62 und freesoul: Ich sehe diese Aussage in erster linie als Armutszeugnis für Silke. Sie hatte über viele Jahre hinweg die Möglichkeit über Verein und Verband nachhaltige Strukturen zur Leistungsförderung mit aufzubauen, war aber dazu nie bereit. Dass sie als durchaus gute Athletin und nicht unbegabte Spielerin dann trotz Trainingsrückstand noch mithalten kann wundert zumindest mich nicht...
gleis schrieb am 13.01.2010 um 18:02:

Hey Otto,

sofern sich der Verband und wohl auch Du in der Zielrichtung sportlich zur A-Division zugehörig fühlst, ist dies eine schöne Zielrichtung. Diese Zielrichtung setzt aber eine sportliche breite Basis voraus, wie sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben ist. Im Damenbereich spielen 6 Mannschaften in der Bundesliga. Ein entsprechender Unterbau im Großfeldbereich ist nicht gegeben. Die Anzahl der Spielerinnen, die auf sehr unterschiedlichen sportlichen Niveau und wohl auch mit großen Unterschieden in den eigenen Ansprüchen spielen kann sich jeder selbst ausrechnen. Dies führt dann dazu, dass Silke Unger tatsächlich in dem vorhandenen Niveau "mitspielen" kann. Das kann man durchaus als Armutszeugnis für den Spielbetrieb sehen. Eine Verantwortlichkeit für diesen Zustand allerdings bei Silke Unger zu suchen und zu unterstellen wäre allerdings wohl zu einfach. Unabhängig von der Frage, ob die Schaffung von Strukturen in den Aufgabenbereich des jeweiligen Nationaltrainers bzw. dessen Team fällt, was ich bezweifle, ist die Frage von den entsprechenden notwendigen Strukturen so komplex, dass ein Einzelner hier nichts bewegen kann. Wer an der Basis arbeitet, weiß, wie schwer es ist, Mädchen für Floorball zu begeistern und diese Begeisterung in Konkurrenz zu schulischen Druck, anderen Sportarten und Möglichkeiten über Jahre zu halten. Dies gelingt wesentlich schwerer als im Jungenbereich. Es fehlt an der Breite im Mädchenbereich, hier sind die Jungen wesentlich besser aufgestellt. Insofern kann ich den Vorwurf an Silke Unger nicht nachvollziehen und denke, dass es hier auch der neue Trainerstab sehr schwer haben wird, wenn er sich 2011 in Ergebnissen messen lassen muss. Zum jetzigen Zeitpunkt wird es schwer sein, den Abstand zu anderen Nationen nicht größer werden zu lassen, als denn den Abstand zu verkürzen und in den sogenannten A-Bereich sportlich einzudringen. Insoweit sind die allgemeinen Vorwürfe von Otto an Silke Unger zu konkretisieren, ehe hier von einen Armutszeugnis gesprochen wird. Mann sollte eher vorsichtig sein, sofern nicht selbst ein besseres Ergebnis erreicht werden konnte. Die Ziele sind nicht das Problem, sofern sie realistisch sind, die Umsetzung bereitet in der Regel Probleme. Ich würde mich für den Floorballsport freuen, sofern ich mich täuschen sollte.
Tille schrieb am 13.01.2010 um 18:43:

Nur zwei Sachen:

Wenn jemand in der Ersten Bundesliga mitspielen kann, ohne etwas dafür tun zu müssen, muss das nichts heißen. Henrik Larsson trainiert praktisch nie Floorball, kann sich in der SSL (die, nur als Erinnerung, die stärkste Liga der Welt ist) super durchsetzen. Jetzt sagen alle: "Klar, spielt ja auch Fußball auf höchstem Niveau!" Stimmt, aber vielleicht ist Silke Unger nebenher ja auch in nem anderen Sport auf hohem Niveau aktiv? Weiß ich nicht, vermute ich aber mal. Trotzdem: Als Bundestrainerin (und auch als ehemalige) sollte man das vielleicht nicht so direkt sagen, motivieren tut's nicht ...

Zu der Geschichte mit den Mädchen/Jungen: Ich hab den Eindruck, dass Mädchen fast besser für Floorball zu begeistern sind als Jungs. Das ist nämlich mal ne spannende Mannschaftssportart, die nicht total Männer-lastig ist und bei der die körperlichen Voraussetzungen auch nicht eine dermaßen große Rolle spielen wie bei anderen Sportarten. Leider ist man(n) wahrscheinlich extrem auf den männlichen Nachwuchs fixiert - so wie in anderen Sportarten auch, irgendwo guckt man sich ja immer was ab. Aber das gehört eigentlich nicht mehr zum Thema, war nur ein Einwurf! :-)
Otto schrieb am 13.01.2010 um 20:30:

Hey gleis,
schön, dass wir die selbe Meinung haben und das meine ich nicht ironisch.
Silke ist nicht schuld daran, dass das Damen-Floorball in Deutschland noch auf einem mässigen Niveau fristet, ganz besonders in der Breite. Wer aber so grosse Töne spukt wie sie im Interview und "über viele Jahre hinweg die Möglichkeit" hatte "über Verein und Verband nachhaltige Strukturen zur Leistungsförderung mit aufzubauen" (also zusammen mit anderen), muss sich nicht wundern, wenn dann diese Töne nicht so einseitig stehen gelassen werden.
Wenn ich nicht bereit bin Lotto zu spielen, kann ich mich auch nicht beklagen wenn ich nicht gewinne...

Schlussendlich bleibe ich auch dabei: Das alles soll aber nicht die guten Entwicklungsschritte schmälern, die von dem ganzen Team durchaus erreicht wurden! Jetzt ist jetzt und jetzt geht es weiter.
Jonas schrieb am 13.01.2010 um 22:10:

[editiert; Redaktion]
Otto schrieb am 14.01.2010 um 00:10:

Wenigstens kann jetzt das Niveau nicht mehr sinken.

Kann das Portal-Team vielleicht mal darauf achten, dass solch haltlose Behauptungen, Beleidigungen, Verleumdungen und Lügen nicht dermassen unzensiert in die Öffentlichkeit gelangen?
Der Eintrag von "Jonas" ist unter aller Sau und ein Schlag ins Gesicht für alle Null-Euro-Jobler im DUB! Mögen wenigstens die deinen Humor verstehen...
jo-master schrieb am 14.01.2010 um 07:21:

als grundsätzlicher gegener von zensur bin ich gegen eine löschung.
> allerdings könnte diese ausschweifende diskussion in einem forum
fortgesetzt werden.
Jonny schrieb am 14.01.2010 um 08:33:

Hallo Otto,
leider bist auch Du nicht ganz unschuldig und wie soll sich eine Zensur mit der im Grundgesetz vereinbarten Meinungsfreiheit vertragen?
Ich zitiere:"die wachsenden Ansprüche – aus meiner Sicht - akzeptabel erfüllt." Wenn jemand mit so einer Beurteilung / Arbeitszeugnis zu mir kommt, kann er/sie gleich wieder gehen. Da muss ich nicht gegen eine Wand rennen.
Diese Ansprache und dieses Interview zeigen leider eindeutig, dass unser Verband schwerwiegende Probleme hat.
onehanded schrieb am 14.01.2010 um 08:46:

>Beleidigungen, Verleumdungen und Lügen

Da hat der gute Otto ganz recht.
Leider sind Foren verpflichtet, ihre offenen Bereiche (Foren, etc.) auf Verleumdungen und ähnliches zu prüfen bzw. zu moderieren.
Andernfalls könnte Strafanzeige gestellt werden + entsprechend weitere Schritte gegen den Forenbetreiber...

Also alle lieber 2 mal überlegen, was für einen Mist man hier verzapft!
Otto schrieb am 14.01.2010 um 09:15:

@Jonny, ernsthaft: an was soll ich "nicht ganz unschuldig sein"? Wo bin ich von den Fakten abgeraten und worin locke ich Verschwörungstheoretiker an?

Und, ich finde es gibt gute Gründe für folgende beiden Gesetzestexte:

Grundgesetz Artikel 5.2 zur Meinungsfreiheit: "Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, ... und in dem Recht der persönlichen Ehre."

Stgb § 187 Verleumdung.
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


Wie gerne würde ich in einer Gesellschaft ohne Verbote und Zensur leben, leider gibt es aber einige Menschen denen ich nicht zutraue, die entsprechende Selbstverantwortung dann zu tragen.


Sorry, wenn ich nun wirklich vom eigentlichen Thema abkomme, aber ich sehe dafür eine gewisse Notwendigkeit.

--

Ja, der Verband hat schwerwiegende Probleme. Ein nicht zu unterschätzendes sind Verunglimpfungen und Stimmungsmache in diesen Kommentarbereichen. Das ist extrem demotivierend für viele Mitarbeiter und von denen hat der Verband einfach zu wenig für die viele Arbeit. Also begebt euch doch in die Strukturen rein und schaut wirklich hin. Dann wird es auch keine Verschwörungstheorien mehr geben wie die von Jonas, was nicht heisst, dass nicht ein Teil seiner Aussagen einer Teil-Wahrheit entsprechen.
lochball78 schrieb am 14.01.2010 um 09:54:

ACHTUNG WERBUNG

Da ja hier nie über die wirklich wichtigen Dinge gesprochen wird:

Der Floorball Förderverein ist eine Einrichtung zur Unterstützung des Floorballsports in Deutschland. Neben der Förderung einzelner Projekte steht zunächst im Vordergrund, dass der Verein als Mitglied im Dachverband Floorball Deutschland, diesem eine große Anzahl neuer Mitglieder - und damit eine mögliche DOSB-Mitgliedschaft - bringt.

Für nur 5 €/Jahr könnt Ihr Mitglied werden und zwar zum Einheitssatz für die ganze Familie!

http://unihockey.de/681.html

Also anmelden!


http://unihockey.de/681.html
gleis schrieb am 14.01.2010 um 11:09:

Reden wir über die wichtigen Dinge im Bereich Damen. Wie sollen denn nach Eurer Vorstellung die Strukturen, die zu einer Verbesserung führen sollen, aussehen? Ihr Redet immer, wer, was, nicht geschafft hat. Dies hilft nicht weiter.

@ Tille,
sofern Du eigene Erfahrung im Bereich Jungend haben solltest und diese von meinen Abweichen, alles OK. Wenn Deine Ausführungen nur Vermutungen sind, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Fokussierung auf Jungen bei den mir bekannten Vereinen nicht erfolgt. Es ist tatsächlich wesentlich schwieriger, Mädchen für Floorball zu gewinnen.
Chris (Unihockey-Portal.de Team) schrieb am 14.01.2010 um 11:49:

Teilweise editiert.

Bitte haltet euch sachlich an eure Themen, dann wird die Diskussion auch effizient! Diskussionen im Bereich der Rechtsberatung sind zu unterlassen.
Chris (Unihockey-Portal.de Team) schrieb am 14.01.2010 um 11:52:

@Otto

Können wir, tun wir. Wir freuen uns auf Hinweise. Danke!

@onehanded

Bitte hiesige Rechtssprechung prüfen und ggf. einen Anwalt konsultieren. Dort wandelt sich deine Aussage.
huppu_ei_heilu schrieb am 14.01.2010 um 17:31:

Floorball Förderverein - habe schon das Formular für die ganze Familie ausgefüllt -
es muss nur noch weg ;-) !!! OLÉ
Sebi schrieb am 15.01.2010 um 00:25:

@gleis

zu dieser diskussion muss ich sagen, dass es natürlich immer auch von den örtlichen begebenheiten abhängt:
wie groß ist der verein/die abteilung
gibt es hallenzeiten
gibt es übungsleiter
usw.

ich habe im april eine damenmannschaft aufgemacht (als trainer). zum jetzigen zeitpunkt habe ich 20 spielerinnen. davon sind grade mal 4 floorballerfahren. es ist also möglich. es bleibt natürlich abzuwarten ob auch alle dabeibleiben und wie groß der einsatz ist, den die mädchen zeigen.
fakt ist, dass von 42 spielern in unseren jugendmannschaften(
jo-master schrieb am 15.01.2010 um 10:10:

20 spieler ist doch schon eine sehr gute grundlage. dann hoffen wir auf eine neue manschaft nächste saison. viel erfolg und danke für deinen einsatz **top**
gleis schrieb am 15.01.2010 um 14:52:

Viel Erfolg Sebi. Nur über die Breite geht auch "Oben" etwas.
Sebi schrieb am 16.01.2010 um 09:28:

aus irgendeinem grund fehlte der rest:

fakt ist, dass von 42 spielern in unseren jugendmannschaften(
Sebi schrieb am 16.01.2010 um 09:32:

oh man eure kommentarfunktion lässt keine "kleiner als zeichen" zu.

fakt ist, dass von 42 spielern in unseren jugendmannschaften (U19 und kleiner) gerade mal 6 mädchen sind. ich denke das liegt einfach am fehlenden interesse von jungen mädchen am mannschaftssport. ich denke nicht dass die quote in anderen sportarten wesentlich höher ist.
lösungansatz: man muss über die schulen die kinder (jungen und mädchen) für floorball begeistern. da kann man sie quasi zwingen, wobei zwingen natürlich nicht das richtige wort dafür ist.
lochball78 schrieb am 16.01.2010 um 09:59:

Wir haben in Münster zur Zeit an vier Grundschulen an denen wir AG´s anbieten. An einigen Schulen mehr als eine. Auch hier - also bei den ganz kleinen - ist die Tendenz festzustellen. An einer Schule wurde die AG geteilt in Jungen und Mädchen. Dort funktioniert es dann. Ich denke der immer propagierte Vorteil, dass man Floorball gemischt spielen kann, ist vielleicht auch manchmal ein Hinderniss für Mädchen diesen Sport auszuführen. Leider fehlt es oft an der Breite um reine Mädchen (Frauen) Mannschaften aufzumachen. Diese Tendenz haben wir übrigens auch an der Uni und im Verein festgestellt. Jedes Semester melden sich zahlreiche Frauen neu für Floorball an. Über längere Zeit bleiben aber prozentual viel mehr Männer dabei. Auch wir haben nun eine reine Damenmannschaft, die in der neu gegründeten Damenliga spielt. Natürlich gibt es auch weiterhin Damen, die sehr gerne gemischt trainieren und spielen, es sind nur nicht so viele....
nutella schrieb am 16.01.2010 um 10:27:

Bei uns im Verein trainieren 4 Mädels zwischen 15 und 16 Jahren seit 1,5 Jahren eine gruppe Mädels von 5-9 Jahren. Die Gruppe startete mit 6 Teilnehmerinnen, 4 davon waren die Schwestern von älteren Jungs die bereits im Verein aktiv sind, die anderen 2 kamen über eine AG dazu. Innerhalb von 5-6 Wochen waren 20 Mädels fest eingeschrieben, zu viele wie sich herausstellte, darum sind auch wieder einige abgesprungen. Bei 15-16 unglaublich motivierten Mädels hat sich das nun eingependelt und sie spielen sich in der Jungs-Liga begeistert von Niederlage zu Niederlage und bleiben konstant mit dabei.
Meines Erachtens sind die Erfolgsfaktoren:
- kleine Mädels werden am besten von (jungen) Frauen trainiert, da sie so einfach besser verstanden werden, viele Ideen wären auch mir altem Hasen einfach nie in den Sinn gekommen.
- reine Mädelsgruppe

In dem Alter wo Mädels gerne Kinder hüten (ab ca. 12 Jahren) kann ihnen auch zumindest eine Teilverantwortung übertragen werden bei der Leitung einer Gruppe. So bleiben sie dem Verein auch viel länger erhalten, (auch junge) Frauen suchen im Verein nun mal einfach öfters den sozialen Aspekt als den sportlichen, leistungsorientierten.

Gemischte Gruppen können nach meiner Erfahrung gut funktionieren im Alter von 10-15 Jahren, wenn's von den Charakteren her passt und der Ehrgeiz nicht allzu hoch ist, sondern der Teamspirit im Vordergrund steht - das bleibt auch gleich bei Studentengruppen, etc.
freesoul schrieb am 16.01.2010 um 19:59:

nur ma so nebenbei: was hat diese diskussion noch mit dem artikel zu tun? eigentlich rein gar nix!!!
Login / Anmeldung
Du kannst nur einen Kommentar abgeben, wenn Du in der Community angemeldet bist.

Wenn Du Dich bereits angemeldet hast, logge Dich bitte ein!

 Oder melde Dich jetzt an: Hier geht's zur Anmeldung!
Weitere News aus der Kategorie Nationalmannschaft-Damen
» Jan Kratochvil: Zu einer WM fährt man nicht nur um Spaß zu haben! (27.04.2010)
» U19-Nationalteam bestreitet letztes Trainingslager vor der WM (24.04.2010)
» Trainerstab gibt Nominierungen für Sichtungstrainingslager im Mai 2010 in Halle bekannt (11.03.2010)
» U19 Damen kehren mit Sieg und Niederlage aus Österreich zurück (07.02.2010)
» U19-Damen bestreiten zwei Länderspiele gegen Ungarn und Österreich in Salzburg (05.02.2010)
» Simon Brechbühler ist neuer Bundestrainer der Damen-Nationalmannschaft (28.01.2010)
» Kader für die Damen-Weltmeisterschaft 2009 in Schweden steht fest (17.11.2009)
» Akzeptable Leistung beim ersten internationalen Härtetest (10.11.2009)
» U19 Damen Nationalmannschaft gastiert zu drei Länderspielen in Polen (06.11.2009)
» U19-Damen absolvierten dreitägiges Trainingslager im Harz (17.09.2009)


_Nächste Events_
Event: World Championship 2009 vom 04.-11. Dezember 2010

04.-11. Dezember 2010
in Finnland

_Partner_
Partner: Unihockey.ch - Das schweizer Unihockey-Magazin
Partner: Florbal.cz - Das tschechische Unihockey-Magazin
Partner: International Floorball Federation
|    JOBS    |    DEIN FEEDBACK    |     MOBIL   |     RSS    |    FÜR WEBMASTER    |    DATENSCHUTZ    |    IMPRESSUM    
© 2004 - 2010 sportSQUAD  «»  Alle Rechte vorbehalten  «»  Ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
Die unerlaubte Nutzung und Verbreitung von Unihockey-Portal.de Bild- und Videomaterial sowie Texten ist untersagt! 
2.719(+4.496)pi   «»   31.07.2010 - 10:41