Auch die Herren-Nationalmannschaft bestritt am vergangenen Wochenende zwei Länderspiele gegen die Niederlande - ebenfalls am Samstag in Bremen und am Sonntag in Hamburg. In beiden Spielen konnten sich die Unihockeyfans an zahlreichen deutschen Toren erfreuen.
Deutschland kommt aus der langjährigen Defensivstellung heraus
Der erste Vergleich in Bremen fand vor einer guten und stimmungsvollen Kulisse statt. Knapp 300 Zuschauer peitschten die deutsche Nationalmannschaft über sechzig Spielminuten nach vorn und feierten mit ihnen am Ende einen überragenden 12:1 Sieg, bei dem vor allem die hanseatischen Torschützen Ole Neitz und Leander Stüble sowie der Bremer Torhüter Jan Ehmann frenetisch gefeiert wurden. Diese Stimmung ging zweifelsohne auf die gesamte Mannschaft über, die ohne große Mühen die Mannschaft der Niederlande spielerisch vorführte. Bereits nach den ersten zwanzig Minuten lag das deutsche Team mit 3:0 vorn und allen war klar, dass sich heute ein deutsches Schützenfest anbahnte. Vor allem die Mucha-Zwilllinge wirbelten und spielten die Holländer schwindelig. Aber auch alle anderen, vor allem die neuen Nationalspieler, bestanden ihre Bewährungsprobe und konnten sich als Vorlagengeber oder Torschützen in eine ordentliche Mannschaftsleistung einreihen. Vor allem fiel positiv auf, dass die deutsche Mannschaft Spaß am Spiel hatte und sie mit vielen zum Teil traumhaften Kombinationen und Toren die Zuschauer erfreuten.
Penalty durch Andreas Gahlert (in Bremen)
Rund 250 Zuschauer lockte das Länderspiel in Bremen an
Im zweiten Länderspiel am Sonntag bot sich den knapp 150 Zuschauern in Hamburg ein ähnliches Bild. Deutschland spielte kontrolliert und ließ den Holländern wenig Raum zum Spielaufbau. Die Marschroute für das zweite Aufeinandertreffen war klar gesteckt: von Beginn an das Spiel dominieren und körperlich sowie spielerisch immer präsent zu sein. Die Mannschaft hielt sich bis zum Mitteldrittel an die vorgegebene Linie, agierte hoch konzentriert und effektiv im Abschluss - die Holländer waren nahezu chancenlos in diesem Spiel. Nach einer beruhigenden Führung schlich sich ein wenig der "Schlendrian" ein, jeder Spieler war in Spiellaune und wollte unbedingt ein Tor erzwingen, was aber zu keiner Zeit den überragenden 14:0 Kantersieg gefährdete. Die deutsche Mannschaft überzeugte mit attraktivem und schnellem Unihockey und genoss nach dem Abstieg aus der A-Gruppe der WM eine völlig neue Rolle: gegen Schweden und andere starke Nationen war man sonst nur mit der Defensive beschäftigt, in diesen beiden Spielen gegen die Niederlande standen die Deutschen vor der Aufgabe, dass Spiel zu machen. Und dies taten sie mit Bravour: jede Menge Tore in beiden Spielen bescherte dem Nationalteam auf dem Weg zur nächsten Unihockey-WM im Jahre 2008 in der Tschechischen Republik jede Menge Selbstvertrauen und hat gezeigt, dass der deutsche Unihockeysport zahlreiche Talente innehat.
Alles in allem bescheinigten sowohl die U19-Herren-, als auch die Herren-Nationalmannschaft eine gute Organisation während der Länderspiele in Bremen und Hamburg. Nach Aussagen des Trainerstabes der Herren-Nationalmanschaft war die Durchführung und Organisation ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Die deutschen Nationalmannschaften zeigten ihre Dankbarkeit mit tollen Spielen, sehenswerten Toren und einer positiven Werbung für den Unihockeysport in Deutschland. Es wäre zu wünschen, dass die unihockeysportlichen Erfolge vom vergangenen Wochenende auch zu einem weiteren positven Aspekt in der regionalen Etablierung und Verbreitung des Unihockeysportes verhelfen können.
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Die Spiele der Herren-Nationalmannschaft (A-Kader) im Überblick:
Samstag, 28.04.2007, 19.00 Uhr, Alexander von Humboldt Schule, Bremen DEUTSCHLAND - NIEDERLANDE (12:1)
Torfolge:
1:0 Ole Neitz
2:0 Daniel Mallwitz (Dominic Mucha)
3:0 Dominic Mucha (Daniel Mallwitz)
4:0 Manuel Mucha (Dominic Mucha)
5:0 Dominic Mucha (Andreas Gahlert)
6:0 Ingmar Penzhorn (Christian Sieber)
6:1 Guy Teuings (Rob Laboeyou)
7:1 Manuel Mucha (Dominic Mucha)
8:1 Andreas Gahlert
9:1 Gunnar Pause (Manuel Mucha)
10:1 Leander Stüble (Ricky Radünz)
11:1 Andreas Gahlert (Dominic Mucha)
12:1 Martin Brückner (Gunnar Pause)