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Aktuelles aus den Clubs der Königsklasse
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Nun sind es nur noch knapp zwei Wochen bis zum Start der neuen Bundesligasaison. Wir haben einmal alle Erstligaclubs unter die Lupe genommen, vor allem Transfers gecheckt und erste Prognosen abgegeben.
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In knapp zwei Wochen startet die 1. Bundesliga der Herren in die neue Saison. Diesmal nur mit acht Mannschaften und einem neuen Spielmodus. Was auffällt, dass die große Transferflut bisher ausgeblieben ist. Zwar gibt es hier und da sporadische Verstärkungen, doch der große Transfercoup lässt noch auf sich warten. Wir schauen uns heute einmal die aktuelle Lage in den einzelnen Erstligaclubs an:
UHC Sparkasse Weißenfels
Der amtierende Deutsche Meister vom UHC Sparkasse Weißenfels lässt es anscheinend in dieser Saison ruhig angehen. Zumindest wurden sie bei keinem Vorbereitungsturnier in Deutschland gesichtet. Hingegen hat sich aber an der Transferfront einiges getan. Die finnischen Leistungsträger haben die Saalestadt verlassen: den Top Scorer der vergangenen Saison, Mikko Reuna, zog es zum Schweizer Zweitligisten Bülach Floorball. Aki Koskinen (Tampereen Gunners) und Tomi Varis (Ruokolahden Raju) haben den Heimweg in die finnische Heimat angetreten.
 | | Neue Finnen & starker Nachwuchs beim UHC Weißenfels | Lange wurde gemunkelt, dass der ehemalige Weißenfelser Spieler Matti Keltanen nach Weißenfels zurückkehrt, doch der wurde kürzlich von der Schweiz nach Finnland transferiert. Nachdem nun Erzrivale Löwen Leipzig mehrere Finnen einflog, dauerte es auch nicht lange bis Weißenfels als unmittelbarer Konkurrent seine ersten Zuzüge präsentierte. Mit Lasse Heiskanen (Telakan Urheilijat/Finnland) und Paavo Haimila (Ruokolahden Raju, Finnland) wurden nun die neuen Gastspieler in der Saalestadt begrüßt. Am kommenden Wochenende ist ein abschließendes Trainingscamp im tschechischen Riesengebirge geplant.
Der UHC Sparkasse Weißenfels startet am 16. September gegen die SG BA Tempelhof Berlin in die neue Saison. Ein Wochenende später kommt es bereits zum ersten großen Gipfeltreffen mit den Unihockey Löwen Leipzig.
ETV Hamburg
 | | Wenig Bewegung im Kader der Hamburger | Beim ETV Hamburg stapelt man vorerst tief, obwohl man schon gern einmal über den Tellerrand der Bundesliga hinausblicken würde. Doch mit dem derzeitigen Kader werden die Hanseaten vermutlich wieder zu den 'Kellerkindern' der Liga gehören.
Bekannt wurde, dass Daniel Luderer aus Studiengründen vom SSC Leipzig an die Alster wechselte. Hingegen verabschiedete sich Raiko Krüger nach einjährigem hanseatischen Gastspiel. Er wird in der kommenden Saison sein Comeback bei den Red Devils in Wernigerode geben.
UHC Döbeln 06
Der Aufsteiger der Saison 2005/2006 und der Tabellenvorletzte der vergangenen Saison hat ebenfalls einen sehr schweren Stand, wie Präsident Jens Hofmann mitteilte. "Dass die beiden Großsteinberger Torsten und Holger Harnisch die Mannschaft verlassen, weiß diese seit ihrem Saisonabschluss. Tormann Alexander Reichert hatte sich bereits vorher abgemeldet. Die Entscheidung, auch weiterhin erste Bundesliga zu spielen, fiel den Trainern Rainer Franze und Jens Hofmann nicht leicht. Denn für die angespannte personelle Situation ist keine wirklich befriedigende Lösung in Sicht. Nicht nur, dass es schwierig ist, neue Spieler auf dem entsprechenden Leistungsniveau nach Döbeln zu holen. Zu viele Fragezeichen in den eigenen Reihen machen eine konkrete Saisonplanung schwierig.
 | | Döbeln hat mit vielen Abgängen zu kämpfen | Lennart Liebig beispielsweise, und Hannes Hohenstein, zwei der vielversprechendsten Talente, die schon vergangene Saison in der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen waren, haben jetzt ihren Schulabschluss gemacht. Lennart wird außerhalb von Döbeln eine Lehre beginnen und ob er es zum Training schafft, ist noch völlig unklar. Genauso wie die Situation bei Hannes. Verstärkung muss her, bringt Jens Hofmann die Tatsachen auf den Punkt. Und die soll im besten Fall zu großen Teilen aus den eigenen Reihen kommen. Wir haben jetzt Gespräche mit einigen unserer Nachwuchsspieler geführt und deren Einsatzbereitschaft abgeklopft, so Hofmann. Michael Schulz, ehemals U19-Spieler, Felix Grützke, Patrick Kupfer, und Tormann Maik Körner - alles U19-Spieler - könnten in der kommenden Saison erste Erfahrungen in der Königsklasse machen.
Auch an ein paar Dresdner Spielern ist der UHC momentan dran. Doch hier heißt es abwarten. Und egal, wie gut die Aussichten auf die eine oder andere zusätzliche Verpflichtung auch sein mögen - in der neuen Bundesligasaison wird es für den UHC in jedem Fall, was auch ein Blick nach Leipzig ahnen lässt: Die Leipziger, die bis vor kurzem auch noch gegen den Einsatz ausländischer Spieler waren, haben jetzt viel Geld investiert, um sich mit Finnen zu verstärken."
Unihockey Löwen Leipzig
Bereits zum Ende der abgelaufenen Saison war den Verantwortlichen des SSC Leipzig klar, noch so eine demütigende Saison wie die Vergangene wird und darf es auf keinen Fall geben. Mit aller Macht wollen die Löwen ihrem Erzrivalen UHC Sparkasse Weißenfels in der kommenden Saison Paroli bieten.
 | | Sorgen drei Finnen und ein neuer Trainer bei den Löwen für neuen Biß? | Hierfür wurden einige Asse aus dem Ärmel gezogen. Als neuer Trainer wurde Nationaltrainer Lutz Gahlert verpflichtet, der nach Auflösung der SG Halle/Hohenmölsen prompt ein paar neue Spieler im Gepäck hatte. Mit Matthias Siede, Christian Faber, Kevin Schulze, Martin Mittnenzweig und Roland Moll wechselten namhafte junge Wilde mit nach Leipzig. Des weiteren legte sich die Vereinsführung ins Zeug und präsentierte schon vor Wochen den Transfer von drei finnischen Spielern. Mit Janne Stenberg (SB Troopers, Finnland) und Tommi Uosukainen (Ruokolahden Raju, Finnland) sind mittlerweile zwei von drei ausländischen Verstärkungen in der Sachsenmetropole eingetroffen. Der dritte Finne, Jarkko Rinne (Ruokolahden Raju, Finnland), wird noch erwartet.
Eine weitere Verstärkung erhalten die Löwen Leipzig mit dem Ex-Döbelner Torsten Harnisch, der sein Studium in Leipzig absolviert. Spätestens am zweiten Spieltag am 23. September wird klar sein, was die Löwen Leipzig in dieser Saison wert sind: denn dann kommt es zum ersten großen Showdown mit dem UHC Sparkasse Weißenfels.
SG BA Tempelhof Berlin
Der große Unbekannte in dieser Saison ist derzeit die SG BA Tempelhof Berlin. Nach einigen namhaften Abgängen, wie Richard Schaller (UHC Berner Hurricanes, Schweiz), Sébastien Schnyder (Unihockey Club Yverdon, Schweiz), Simon Keller (UHC Berner Hurricanes, Schweiz) und des Chefcoaches Roland Fust (Schweiz) könnten möglicherweise etwas düstere Zeiten für die Berliner anbrechen.
 | | Torgaranten verlassen Berlin | Nach den vergangenen beiden erfolgreichen Jahren vermeldet das UnihockeyMag, dass man vermutlich in der Hauptstadt gegen den Abstieg kämpfen wird. Doch wir wissen aus den vergangenen Jahren, dass spätestens im Oktober jeden Jahres zahlreiche schweizer und skandinavische Studenten in Berlin eintreffen, die schnell den renomierten Hauptstadtclub ausfindig machen. Hier ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen...
SG Adelsberg Floor Fighters
Nach den bisherigen Informationen, die rund um den amtierenden Deutschen Vize-Meister bekannt wurden, wird es sicherlich sehr schwer die Leistung der vergangenen Saison zu wiederholen. Fest steht, dass es das tschechische Trio in dieser Saison nicht mehr geben wird. Martin Syptak wird vermutlich nach Tschechien zurückkehren. Oldrich Duchan wurde vor kurzem am Knie operiert und wird einige Zeit ausfallen. Auch Marek Brincil steht den Floor Fighters vorerst nicht zur Verfügung: er hat sich vor einigen Tagen bei den Czech Open das Bein gebrochen.
 | | Die Floor Fighters starten ohne Brincil und Finaske in die Saison | Hinzu kommt der kürzlich bekannt gegebene Wechsel von Philipp Hühler und Felix Gerecke in die Schweiz. Mit Thomas Finaske steht eine weitere tragende Stütze nicht zur Verfügung: er weilt im Rahmen seines Studiums für einige Zeit in Neuseeland. Doch mit der Verpflichtung des Ex-Bremer Trainers David Makin vermelden die Floor Fighters eine Erfolgsnachricht vor der neuen Saison. Es bleibt ihm zu wünschen, dass er mit den ihm zur Verfügung stehenden spielerischen Mitteln wieder ein konkurrenzfähiges Team formen kann.
Am kommenden Wochenende testen die Floor Fighters beim Floorball Festival in Köln. Ein Wochenende später bestreiten sie noch ein Trainingscamp, bevor sie 15. September gegen den TV Eiche Horn Bremen vor heimischer Kulisse in die neue Saison starten.
CFC Leipzig
Den CFC Leipzig erwartet wahrscheinlich auch eine schwere Saison, denn mit dem Ausfall von Ingmar Penzhorn (Kreuzband), dem Karriereende von Steffen Pluta und Abgang von Christian Sieber (IF Edebäcks Framtid, Schweden) müssen die Himmelblauen auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.
 | | Börner bleibt, Penzhorn verletzt, Sieber weg, Pluta hört auf | Für diese herausfordernde Aufgabe wurde kurzerhand ein neues Trainerduo engagiert. Mit Nationaltrainerin Silke Unger hat der CFC Leipzig erstmals eine erfahrene Frau an der Bande. Darüber hinaus wurde die letztjährig initiierte Kooperation mit dem SV Grimma weiter intensiviert, denn ohne die Wikingertalente um Tim Hoidos, hätten die Himmelblauen vermutlich einen ganz schweren Stand. Als Lichtblick in der aktuellen Situation wurde der Wechsel des Dänen Jesper Johanson sowie die Rückkehr von Nils Knothe aus Schweden als auch die Vertragsverlängerung mit Torhüter Robert Börner vermeldet.
Ein weiterer Torhüter konnte mit Lars Schauer, dank Auflösung der SG Halle/Hohenmölsen, kurzfristig verpflichtet werden. Trotz allem müssen sich die Himmelblauen mächtig strecken, um ihr anvisiertes Play-off-Ziel zu realisieren.
TV Eiche Horn Bremen
Auch in Bremen steht man in dieser Saison vor großen Herausforderungen. Zum einen musste der Weggang des Trainers David Makin (SG Adelsberg Floor Fighters) kompensiert werden. Hier sprangen spontan Spieler in die Trainerposition, doch eine Ideallösung ist dies sicherlich nicht. Darüber hinaus wurde nach neuen Spielern und Verstärkungen Ausschau gehalten, doch bis dato halten sich die Hanseaten zu diesem Thema noch sehr bedeckt.
 | | Bremen startet mit einer Partie gegen das neue Team ihres alten Trainers | Das Bundesligaerfahrene Team wird sicherlich zunächst auf seine Routiniers setzen und zunehmend weitere junge Nachwuchstalente integrieren. Zumindest sind sie in der Vergangenheit mit dieser Strategie immer ganz gut gefahren.
Doch wo die Horner mit ihrem spielerischen Potential in dieser Saison einzuordnen sind, müssen wir wohl erst noch abwarten. Eines ist sicher, mit der SG Adelsberg Floor Fighters haben sie am ersten Spieltag am 15. September gleich eine ordentliche Messlatte als Gegner!
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 04.-11. Dezember 2010 in Finnland |
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